Die Nachkriegszeit

“Ein neuer Stern am Narrenhimmel” – oder “ein Verein entsteht”

Nach den Schrecken des Zweiten Weltkrieges und aufgrund der ablehnenden Haltung der französischen Besatzungsmacht gegenüber dem närrischen Treiben wurde bis gegen Ende der 40er Jahre Karneval in Ochtendung "auf Sparflamme" gefeiert, wobei die ersten Bemühungen, das karnevalistische Brauchtum wieder aufleben zu lassen, in der Hauptsache getragen wurden durch den Theaterverein "Hand in Hand" und die im Dezember 1948 wiedergegründete KG "Schafskopf".

1949 war es dann soweit, dass endlich wieder ein offizieller Veilchendienstagszug mit Prinz Vincenz I. (Vincenz Kohnz) als närrischem Mittelpunkt stattfinden konnte. Ihm folgten in den Jahren 1950 bis zur Gründung der Prinzengarde im Jahr 1953 die närrischen Regenten

  • Prinz Robert I. mit Prinzessin Hedwig I. (Robert Giering, Hedwig Weiler)
  • Prinz Otto I. mit Prinzessin Änni I. (Otto Nikodemus, Änni Oster)
  • Prinz Peter I. mit Prinzessin Wilma I. (Peter Barz, Wilma Barz)
  • Prinz Toni II. mit Prinzessin Paula I. (Anton N. Dingendorf, Paula Mayan).

Nun, da der Karneval im kulturellen Leben der Nachkriegszeit unserer Heimatgemeinde wieder fest Fuß gefasst hatte, 1950 die Karnevalsgesellschaft "Wohlgemuth" erneut hinzugekommen war (leider nur bis 1951), 1951 die Neugründung der "Ochtendunger Möhnen" erfolgt war und bereits wieder 5 stolze Prinzen / Prinzenpaare das Zepter in der 5. Jahreszeit geschwungen hatten, war es ein Umstand, der insbesondere zwei dem Karneval schon seit langem verbundenen Männern störend ins Auge fiel.

Karl Gries und sein Schwager Werner Kamenz (langjähriger Präsident der KG "Schafskopf") waren zu Recht der Auffassung, dass zu einem Karnevalsprinzen auch eine eigene Garde gehöre, deren Aufgabe es u.a. sein sollte, die stets angemessene Begleitung des närrischen Regenten sicherzustellen.

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