Die ersten Monate

Packen wir es an …

In den der Gründungsversammlung der Prinzengarde folgenden Wochen und Monaten war für Karl Gries als gewähltem Vorsitzenden zusammen mit den anderen Mitgliedern eine Fülle an Aufgaben für den jungen Verein zu bewältigen. Mit viel Engagement und Idealismus, aber auch mit der für einen Karnevalsverein erforderlichen Portion Humor, ging man die Sache an. Humor und eine gewissen "Laisser-faire-Haltung" waren zu dieser Zeit auch unabdingbar, denn der wirtschaftliche Wohlstand hatte noch nicht überall eingesetzt und so fehlte es vor allen Dingen an Geld. Doch hat vielleicht gerade dieser Umstand die Gründungsmitglieder zusammengeschweißt und in ihrem Willen bestärkt, einen Weg zu finden, der die Ziele der Prinzengarde auch ohne große finanzielle Mittel realisierbar machte.

So wurden erste Statuten für das allgemeine Vereinsleben erarbeitet und neben anderen grundlegenden Entscheidungen, monatliche Sparraten zur Finanzierung der Uniform, deren Preis mit ca. 110 DM veranschlagt war, beschlossen.

Am 05.09.1953 wurden die Gardisten angemessen, damit die Uniformen umgehend angefertigt werden konnten, denn bereits am 11.11.1953 wollte man sich erstmals der Bevölkerung vorstellen. Dass es bei den Vorbereitungen nicht immer ganz tierisch ernst zuging, beweist folgender, vom damaligen Schriftführer Herbert Barz im Vereinsbuch niedergeschriebener Passus:

"Zuerst wurde das Anmessen der Uniform vollzogen. Dabei wurde mit Wohlwollen festgestellt, dass einige ganz gut über den Winter gekommen sind. Es gab aber auch welche, bei denen die Fülle zu wünschen übrig ließ. Mit Beruhigung wurde allgemein festgestellt, dass keine Übergröße oder Überdicke dabei war, der dann auf Kosten der Allgemeinheit mehr Stoff in Anspruch nahm."

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